
Sollten Sie Insulin spritzen oder ein Arzneimittel aus der
Gruppe der Sulfonylharnstoffe einnehmen,
können Sie in eine so genannte "Unterzuckerung" (eine Hypoglykämie)
geraten. Dabei kann es u. a. zu folgenden Symptomen kommen: Schwitzen, Zittern,
Heißhunger, Übelkeit, Herzklopfen, Schwindel, weiche Knie und Unruhe.
Leichte Unterzuckerungen können ohne Folgen überwunden werden. Um
eine Verschlechterung des Zustandes zu vermeiden, sollten Sie rasch schnell
verfügbare Kohlenhydrate wie z. B. Traubenzucker oder einen Fruchtsaft
zu sich nehmen.
Tritt eine Verschlechterung des Zustandes ein, sollten Sie schnellstens einen
Arzt aufsuchen, da sonst ein Bewusstseinsverlust droht. Bitte fahren Sie nicht
selbst mit dem Auto.
Faustregel:
In Flüssigkeit gelöste Zucker treten schneller ins Blut über als feste.
Sie sollten als Diabetiker immer vorsorglich ein paar Täfelchen Traubenzucker
mit sich führen und diesen außerdem an Orten, an denen Sie sich
häufig aufhalten, deponieren. Schokolade ist kein geeignetes Lebensmittel,
da der Fettgehalt einen raschen Übertritt des Zuckers in das Blut verhindert.
Eine Stoffwechselentgleisung in die andere Richtung kann ebenfalls ein ernsthaftes
Problem darstellen. Ein exzessiver Anstieg des Blutzuckers kann durch Ernährungsfehler,
Vergessen der Tabletteneinnahme oder Insulinverabreichung, aber auch in Stresssituationen
wie Krankheit oder einer Infektion vorkommen.
Mögliche Symptome sind: erhöhte Urinproduktion, starker Durst, Müdigkeit,
Schlappheit oder gar extreme Bauchschmerzen. Sie sollten unverzüglich
Ihren Blutzucker kontrollieren. Sie sollten für eine schnelle Hilfe im
Notfall einen Diabetiker Notfallausweis mit sich führen. Dieser sollte
Ihre Adresse und die Ihres behandelnden Arztes enthalten.
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