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Als Diabetikerin schwanger?

Grundwissen Diabetes

Prinzipiell können Diabetikerinnen gesunde Kinder zur Welt bringen.

Trotzdem haben Kinder dieser Mütter ein erhöhtes Risiko Diabetes zu bekommen und können nach der Geburt an Atemproblemen leiden.

Es ist deshalb eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Frauenarzt und dem diabeteserfahrenen Internisten erforderlich um eine optimale Einstellung des Blutzuckers zu erreichen.

Zielbereich des Blutzuckers

Der Zielbereich des Blutzuckers bei schwangeren Diabetikerinnen ist:

Blutzucker vor dem Essen: < 90 mg/dl (5,0 mmol/l)
1 Stunde nach dem Essen: < 140 mg/dl (7,8 mmol/l)
2 Stunden nach dem Essen: < 90 mg/dl (5,0 mmol/l)

Bei guter Einstellung ist das Risiko einer Schwangerschaftskomplikation sowohl für Kind und Mutter das gleiche wie für Nichtdiabetikerinnen.

Ist die Behandlung mit einer alleinigen Ernährungstherapie nicht möglich, so sollte eine Therapie mit Insulin, vorzugsweise mit einer Insulinpumpe, eingeleitet werden. Eine medikamentöse Therapie darf aufgrund von schädlichen Nebenwirkungen für das Kind nicht durchgeführt werden.

Veränderte Insulin-Empfindlichkeit

Ein weiteres Problem stellt die veränderte Insulinempfindlichkeit dar:

  • In der 8. bis 12. Schwangerschaftswoche besteht eine erhöhte Empfindlichkeit für Insulin mit der Gefahr der Unterzuckerung.
  • In der zweiten Schwangerschaftshälfte muss die Dosis gesteigert werden, da die Empfindlichkeit abnimmt.
  • Eine Dosisreduktion wird erforderlich, sobald das Kind geboren wurde.

Stillen senkt den Bedarf an Insulin ebenfalls.

 

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