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Es ist wichtig, dass Ihr Körpergewicht
im normalen Bereich liegt – unabhängig davon, ob Sie an Diabetes
erkrankt sind oder nicht.
Übergewicht birgt viele Risiken, z. B. erhöhte
Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie hoher Blutdruck, Herzinfarkt
oder Schlaganfall.
Übergewicht ist auch ein entscheidender Faktor für
das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Durch ein beständiges Überangebot
an Glucose im Blut schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin
aus. Mit der Zeit verlieren die Körperzellen ihre Empfindlichkeit für
Insulin und die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse kann abnehmen.
Vieles spricht zudem dafür, dass bei Übergewichtigen ein höheres
Risiko für bestimmte Krebsarten besteht.*
Ebenso ist zu niedriges Körpergewicht
nicht ungefährlich. Es kann zu Knochenschwund (Osteoporose) und damit
einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen führen.
Zudem fehlen bei Untergewicht dem Körper oft Nährstoffe, Vitamine
und Spurenelemente, sodass es zu Mangelerscheinungen kommen kann.
*Quelle: www.krebsinformationsdienst.de
Zur Bestimmung des so genannten "Idealgewichts" gibt
es verschiedene Ansätze.
Der gebräuchlichste ist der Body-Mass-Index
(BMI), zu deutsch: "Körper-Masse-Index", welchen
man nach folgender Formel berechnet:
BMI = Körpergewicht in kg/(Körpergröße
in m)2
Hier können Sie Ihren persönlichen BMI direkt berechnen:
Wenn Ihr BMI zwischen 18 und 25 liegt, ist alles in
Ordnung.
Sie sollten versuchen, dieses Gewicht zu halten.
Von Untergewicht spricht man, wenn der BMI
kleiner als 18 ist. Sie sollten in diesem Fall durch eine höhere Kalorienaufnahme – im
Rahmen einer gesunden Ernährung – zunehmen, bis Ihr BMI im Normalbereich
liegt.
Kritisches Untergewicht, das ärztlich behandelt werden
muss, besteht bei einem BMI unter 16.
Bei einem BMI über 25 spricht man von Übergewicht;
ist der BMI über 30, besteht eine Adipositas ("Fettsucht" bzw. "Fettleibigkeit").
In diesen Fällen sollten Sie dringend Ihr Gewicht reduzieren, um die mit Übergewicht
verbundenen Gesundheitsrisiken zu senken. Vor allem bei Patienten, die bereits
Typ-2-Diabetes haben, hilft die Gewichtsabnahme, die Stoffwechsellage zu bessern
und Medikamente zur Behandlung des Diabetes bzw. Insulin einzusparen. Bei beginnendem
Typ-2-Diabetes kann schon die Gewichtsabnahme in Verbindung mit ausreichend
Bewegung und gesunder Ernährung erhöhte Blutzuckerwerte ganz ohne
Medikamente wieder in den Normalbereich bringen.
Um Ihr Gewicht zu halten, oder um zu- oder abzunehmen, ist es
wichtig, dass Sie Ihren täglichen Energie- bzw. Kalorienbedarf kennen.
Kalorienaufnahme über den Bedarf hinaus führt zur allmählichen
Gewichtszunahme. Nimmt man täglich weniger Kalorien zu sich als man benötigt,
sinkt das Körpergewicht.
Der Energiebedarf ist abhängig von der körperlichen
Aktivität und dem Grundumsatz. Unter Grundumsatz versteht man den Energiebedarf,
den der Körper benötigt, um die grundlegenden Funktionen aufrechtzuerhalten.
Ihren täglichen Kalorienbedarf können Sie mit folgenden Formeln annähernd berechnen:
Es handelt es sich dabei nur um einen groben Schätzwert für normalgewichtige
Personen.
Zu beachten ist:
Durch eine Kalorienaufnahme,
die etwa 500 bis 1000 kcal unter dem täglichen Bedarf
liegt, können
Sie Ihr Körpergewicht um etwa 0,5 bis 1 kg pro Woche senken.
Falls Sie
allerdings an sehr starkem Übergewicht oder Fettleibigkeit leiden, kann
zu Anfang eine radikalere Gewichtssenkung nötig sein. Dies ist zum Beispiel
möglich durch gewichtssenkende Medikamente, VLCD (very low calorie diets
= Diäten mit sehr niedriger Kalorienzufuhr von 800 kcal/Tag), die nur
nach ärztlichem Rat bzw. unter Kontrolle des Arztes durchgeführt
werden sollten, oder operative Verfahren ("Magenverkleinerung").
Für alle Maßnahmen zur Gewichtsreduktion gilt:
Ohne dauerhafte Umstellung
einiger Ihrer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten steigt Ihr Körpergewicht
nach der Diät wieder an – der so genannte Jojo-Effekt schlägt
zu!
Dies ist oft bei populären und stark beworbenen Diäten der Fall,
die innerhalb kürzester Zeit große Erfolge versprechen. Durch die
starke Nahrungseinschränkung läuft der Körper auf Sparflamme.
Außerdem wird durch die rasche Gewichtsabnahme zuerst Muskulatur abgebaut,
wodurch der Grundumsatz sinkt. Nimmt man nach dem Ende der Diät seine
alten Ernährungsgewohnheiten wieder auf, kommt es zur Gewichtszunahme.
Oft muss man bei diesen Diäten auf bestimmte Nahrungskomponenten fast
vollständig verzichten, um die rasche Gewichtsabnahme zu erreichen. Eine
solche einseitige Ernährung ist nicht sinnvoll und kann im Extremfall
sogar schaden!
Wenn Sie dauerhaft abnehmen wollen, sind folgende Punkte wichtig:
Ideal ist zur Gewichtsreduktion oder –kontrolle eine "gesunde" Ernährung, z. B. nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ("vollwertige Ernährung"). Auch die moderne Diabetes-Kost entspricht diesen Empfehlungen.
Zielsetzungen sind dabei (% der Gesamtkalorien):
Auf den nächsten Seiten möchten wir Sie über die Grundlagen der modernen Diabetes-Ernährung informieren.
weiter zu: Kohlenhydrate – KE, BE und GLYX-Wert
