
Ernährungrechner, Blutzuckertagebuch und Kalorientabellen finden Sie im Downloadbereich. Fett liefert konzentrierte Energie. 1 Gramm Fett enthält 9 Kalorien,
etwa doppelt so viel wie 1 Gramm Kohlenhydrate oder 1 Gramm Eiweiß (jeweils
4 kcal).
Die wirksamste Einzelmaßnahme zur Gewichtsreduktion ist also,
den mit der Nahrung aufgenommenen Fettanteil zu senken. Auch bei Idealgewicht
sollte Ihre Ernährung nicht zu viel Fett enthalten.
Merke: Sie sollten
25 % bis 35 % Ihrer benötigten Kalorienmenge durch Fette aufnehmen.
Bei Übergewicht sollte der Fettanteil Ihrer Ernährung 30 % nicht überschreiten.
In den Industrienationen liegt der durchschnittliche Fettanteil der Nahrung bei etwa 40 %, bei Typ-2-Diabetikern meist höher!
So können Sie Fett einsparen:
Ideal sind (bezogen auf die benötigte Gesamtenergiemenge):
Einfach ungesättigte Fettsäuren sind die gesündesten
Fettlieferanten. Sie haben einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte,
wodurch das Risiko für Gefäßerkrankungen sinkt.
In großer Menge sind einfach ungesättigte Fettsäuren in pflanzlichem
Fett enthalten;
z. B. in Oliven- und Rapsöl.
Auf Ihrem Speiseplan sollten Sie diesen Fetten
den Vorzug geben.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken auch positiv
auf die Blutfettwerte. Sie sind ebenfalls in pflanzlichem
Fett zu finden. Vorwiegend
mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind z. B. in Sonnenblumen(kern)öl, Maiskeimöl, und Distelöl enthalten.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
sind leicht oxidierbar (d. h. sie reagieren mit Sauerstoff oder freien Radikalen).
Die dabei entstehenden Produkte können zellschädigend wirken. Deswegen
gibt es eine Beschränkung für mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Reich an Omega-3-Fettsäuren sind grünes Blattgemüse (z. B. Spinat,
Portulak) und fettreiche Fische (z. B. Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch). Ein- bis zweimal pro Woche sollten Sie solche Lebensmittel in Ihren Speiseplan
einbauen. So können Sie ihr Risiko für Arteriosklerose senken. Nahrungsergänzungsmittel
mit Omega-3-Fettsäuren oder Fischöl sind nur im Ausnahmefall für
kurze Zeit sinnvoll, um erhöhte Blutfettwerte zu senken. Sprechen Sie
bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Mittel einnehmen wollen.
Gesättigte
Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischem
Fett vor, selten in Pflanzenfetten, z. B. in Kokos- und Palmfett.
Trans-Fettsäuren sind vor
allem in chemisch gehärteten Fetten und damit zubereiteten
Lebensmitteln zu finden; z. B. in normaler Margarine, Frittier- und Backfetten, Fertigprodukten
(Fertigbackwaren, Fertigsaucen), Fast Food, fetthaltigen Snacks (Chips), Schokolade.
Wenn Sie zu viele gesättigte Fettsäuren und trans-Fettsäuren
zu sich nehmen, verstärkt sich Ihr Risiko für Gefäßerkrankungen,
das durch Diabetes ohnehin schon erhöht sein kann.
Bei erhöhtem LDL-Cholesterin sollte der Anteil an gesättigten
und trans-Fettsäuren
auf unter 8 % reduziert werden.
Cholesterin kennen Sie meist in einem negativen
Zusammenhang: Viele Diabetiker haben erhöhte Blutcholesterinwerte.
Cholesterin ist wichtig für den Stoffwechsel: es ist bei Menschen
und Tieren in den Zellmembran enthalten und dient als Grundgerüst
für bestimmte Hormone.
Zu viel Cholesterin im Blut – vor allem so genanntes LDL-Cholesterin – führt
auf Dauer jedoch zu Arteriosklerose
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Etwa die Hälfte des benötigten Cholesterins
stellt der Körper in der Leber her. Der restliche Bedarf wird aus der
Ernährung gedeckt. Nimmt man mit der Nahrung Cholesterin über den
Bedarf auf, so kann der Blutcholesterinwert ansteigen.
Sinnvoll ist deswegen
eine Beschränkung der täglichen Cholesterinmenge auf weniger
als 300 mg.
Cholesterinreiche Lebensmittel sind z. B. tierische Produkte,
Innereien, Wurst, Eidotter. Diese sollten Sie nur in eingeschränkter Menge konsumieren.
Viele Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig
und haben oft auch erhöhte Blutfettwerte. An dieser Stelle möchten
wir Ihnen einen kurzen Überblick über wichtige
Blutfettwerte und
deren Bedeutung geben (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Das Gesamt-Cholesterin
(Gesamt-Cholesterol) ist die Gesamtmenge des Cholesterins im Blut. Es entspricht
der Summe von LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und anderen Transportformen
von Cholesterin.
Der Wert des Gesamt-Cholesterins sollte unter 240 mg/dl
(6,2 mmol/l) liegen. Bei weiteren Risikofaktoren* liegt der Zielwert unter
200 mg/dl (= 5,2 mmol/l), bei schon bestehenden
Vorerkrankungen** sollte der Wert 180
mg/l (= 4,7 mmol/l) nicht überschreiten.
Wenn diese Grenzwerte überschritten
werden, spricht man von einer "Hypercholesterolämie" (hyper-
= über, -ämie = "Blut-″).
Das Risiko für Gefäßschäden ist erhöht. Die Hypercholesterolämie kann man durch cholesterinarme
Diät und auch mit Medikamenten behandeln.
LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin sind auch als "schlechtes Cholesterin" und "gutes Cholesterin" bekannt.
Es sind zwei Formen, in denen Cholesterin im Blut transportiert wird.
Als "schlechtes" LDL-Cholesterin wird Cholesterin
aus der Leber (Cholesterinproduktion des Körpers) und dem Darm (Cholesterin
aus der Nahrung) zu den Körperzellen transportiert. Die Zellen nehmen
das Cholesterin auf und verarbeiten es weiter. Ein zu hoher Anteil von LDL-Cholesterin
erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen. Der LDL-Wert
sollte unter 160 mg/dl (=4,1 mmol/l) liegen. Bei weiteren
Risikofaktoren* liegt der Zielwert unter 130 mg/dl (= 3,4 mmol/l), bei schon
bestehenden Vorerkrankungen**
sollte der Wert 100 mg/l (= 2,6 mmol/l) nicht überschreiten.
In Form von "gutem" HDL-Cholesterin wird Cholesterin von den Körperzellen zurück in die Leber transportiert.
Ein hoher Anteil von HDL-Cholesterin hat einen positiven
Einfluss auf die Gefäße.
Ideal sind Werte über 40 mg/dl (= 1,0 mmol/l), unabhängig
von weiteren Risikofaktoren oder Vorerkrankungen.
Hinter dem Wert Triglyzeride steht die
Menge der "normalen" Fette ohne Cholesterin im Blut. Auch hier
weist ein hoher Wert auf vergrößertes Herz-Kreislauf-Risiko hin.
Normalerweise liegen die Triglyzeride unter 150 mg/dl
(= 1,7 mmol/l).
Auch Einzelbausteine von Fetten, die Fettsäuren, werden im Blut transportiert.
Die Normwerte für freie Fettsäuren im Blut liegen unter
440 mg/dl (= 240 mmol/l).
*Risikofaktoren: z. B. Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck,
Zuckerkrankheit, Herzkreislauferkrankung in der Familie, hohes Alter
**Vorerkrankungen: z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina pectoris
(Quelle für Werte: HEXAL-Broschüre auf www.cholesterin.hexal.de)
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