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Restaurant, Fast Food & Fertiggerichte

Die richtige Ernährung bei Diabetes

Wenn Sie als Diabetiker wissen, worauf Sie bei Nahrungsmitteln achten müssen, steht einem genussvollen Essen im Restaurant nichts im Wege. Auch Verpflegung aus der Kantine oder ab und an der Griff zu Fastfood ist bei der richtigen Wahl der Speisen normalerweise kein Problem.

Achten Sie bei Ihrer Speisenauswahl unbedingt auf gesunde Nahrungsmittel!

Zum Beispiel statt fettreicher Kroketten oder Pommes lieber Reis oder Pellkartoffeln als Beilage nehmen. Bei Salat lieber Essig und Öl wählen statt kalorienreichem Dressing.
Ab und an eine "ungesunde" Ausnahme ist in Ordnung, so lange Ihre Blutzuckereinstellung nicht gefährdet wird. Aber lassen Sie Ausnahmen nicht zur Regel werden!

Weitere Tipps zum Essen auswärts:
  • Richtiges Abschätzen von Portionsgröße und der enthaltenen BE bzw. KE ist der erste wichtige Schritt. Danach können Sie Ihre Insulin- bzw. Medikamentendosis richten.
  • Messen Sie vor dem Essen noch einmal Ihren Blutzucker und kontrollieren, ob er im Normbereich liegt. Einen zu hohen Wert sollten Sie noch vor dem Essen korrigieren.
  • Wenn Sie unsicher sind, messen Sie Ihren Blutzucker nach einer gewissen Zeit nach Insulin- bzw. Medikamentengabe. Einen eventuell erhöhten Wert können Sie nun korrigieren oder eine drohende Unterzuckerung durch zusätzliche BE verhindern. Außerdem wissen Sie nun, ob Ihre Schätzung richtig war!

Wenn Sie unbekannte oder exotische Speisen essen, versuchen Sie die Kohlenhydratbestandteile herauszufinden (Nachfragen!) und die enthaltenen BE zu überschlagen.

Große Fastfood-Restaurants haben meist Nährwerttabellen mit Angaben zu BE- bzw. KE-Gehalt ausliegen oder auf Nachfrage parat. Kochbücher oder Nährwerttabellen geben zuverlässige Auskunft über die wichtigsten Nährstoffen.

Was muss ich bei kurzwirksamen Insulin-Analoga zum Essen beachten?

Wenn Sie im Restaurant ausnahmsweise zu sehr fettreichen und kohlenhydrathaltigen Speisen greifen, wie zum Beispiel mit Käse überbackenen Gerichten (Pizza, Lasagne, Aufläufe), geschieht Folgendes:
Durch den hohen Fettgehalt werden die Kohlenhydrate verzögert aufgenommen und der Blutzucker steigt verlangsamt an. Es muss deshalb beachtet werden, dass der Blutzucker unter Umständen noch ansteigt, die kurzwirksamen Insuline aber bereits nicht mehr wirken.

In diesem Fall ist es sinnvoll, die Dosis aufzuteilen: 50% der Dosis spritzen Sie vor dem Essen, die andere Hälfte etwa eine Stunde nach dem Essen. Damit berücksichtigen Sie die verlängerte Verdauungszeit.

    Kurzwirksame Insulin-Analoga sind z. B.:
  • Insulin Glulisin (Apidra®)
  • Insulin Lispro (Humalog®, Liprolog®)
  • Insulin Aspartat (Novorapid®)

Welche Fertiggerichte sind für Diabetiker geeignet?

Fertiggerichte sind praktisch – keine Frage. Allerdings sind Sie nicht unbedingt ideal für eine gesunde und diabetikergerechte Ernährung, deshalb sollten Sie die Angaben auf der Verpackung genau prüfen.

Fertiggerichte, die weder eine Zutatenliste noch Nährwertangaben aufweisen und deren Zusammensetzung sich nach Augenschein nicht einschätzen lässt, sind nicht zu empfehlen!

Zur Angabe der Zutaten auf der Verpackung sind die Hersteller verpflichtet. Angegeben werden sie in absteigender Reihenfolge nach dem Gewichtsanteil. Je weiter vorne in der Liste also eine Zutat steht, desto mehr ist von ihr enthalten.

Achten Sie auf die Zutatenlisten – Sie werden erstaunt sein, was (und wie viel davon) manchmal in Speisen enthalten ist!

Ungeeignet sind Fertiggerichte mit viel Fett, fetthaltigen Zutaten (Sahne, Speck, Mayonnaise, panierter und fertig frittierter Fisch oder Fleisch,…) oder Zuckerzusatz. Oft enthalten Fertiggerichte auch viel Salz, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe, vor allem wenn die Zutaten stark verarbeitet wurden (Füllungen, Panaden, Soßen, Fix-Produkte, Konserven,…).

Bevorzugen Sie, falls möglich, selbst zubereitete Gerichte. Wenn Sie zu Fertiggerichten greifen, achten Sie auf wenig verarbeitete Inhaltsstoffe, fettarme Zubereitung und wenig – am besten keine – Zusatzstoffe.

Zusätzlich sind bei vielen Fertiggerichten auf der Verpackung Nährwertangaben angegeben, meist pro 100 g oder pro Portion: Fett-, Kohlenhydrat-, Eiweißgehalt, Kalorien, eventuell auch BE oder KE.

Aus dem Kohlenhydratgehalt und der Portionsgröße lassen sich die BE berechnen.
Ein Beispiel: 250 g Fertiggericht (13,6 g Kohlenhydrate pro 100 g) enthält 34,0 g Kohlenhydrate. 12 g Kohlenhydrate entsprechen 1 BE, 34 g Kohlenhydrate etwa 3 BE (exakt: 2,83 BE)

Was muss ich als Diabetiker beim Essen auf Reisen beachten?

    Grundsätzlich gilt:
  • Messen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und öfter als zuhause!
  • Passen Sie Ihre Insulin- bzw. Medikamentendosis an veränderte Gegebenheiten an!
    An dieser Stelle einige Denkanstöße für die Ernährungsplanung im Urlaub:
  • Welche Ernährungsgewohnheiten sind im Urlaubsland üblich?
    Wie groß sind die Unterschiede zu Deutschland?
  • Welche Getränke sind im Urlaubsland erhältlich? Gibt es zucker- und alkoholfreie Alternativen?
  • Welche Kohlenhydratberechnung ist im Urlaubsland üblich?
    Unterscheiden sich die Angaben auf den Verpackungen von denen in Deutschland?
  • Welche Versorgungsform ist am Urlaubsort geplant?
    Ist es bei Voll- oder Halbpension möglich, Menükomponenten auszutauschen?
    Welche Einkaufsmöglichkeiten haben Sie am Urlaubsort, wenn Sie sich selbst versorgen möchten?
  • Planen Sie einen Urlaub mit erhöhter körperlicher Aktivität, wie z. B. Wandern, Radfahren oder Skifahren, oder einen entspannten Strandurlaub?
    Wie muss Ihre Ernährung daran angepasst werden?
  • Gibt es im Urlaubsland diätetische Lebensmittel, die sie benötigen?
    Wenn nein, müssen Sie solche Lebensmittel aus Deutschland mitnehmen?

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