
Wenn Sie als Diabetiker wissen, worauf Sie bei Nahrungsmitteln achten müssen,
steht einem genussvollen Essen im Restaurant nichts im Wege. Auch Verpflegung
aus der Kantine oder ab und an der Griff zu Fastfood ist bei der richtigen
Wahl der Speisen normalerweise kein Problem.
Achten Sie bei Ihrer Speisenauswahl unbedingt auf gesunde Nahrungsmittel!
Zum Beispiel statt fettreicher Kroketten oder Pommes
lieber Reis oder Pellkartoffeln als Beilage nehmen. Bei Salat lieber Essig
und Öl wählen statt kalorienreichem Dressing.
Ab und an eine "ungesunde"
Ausnahme ist in Ordnung, so lange Ihre Blutzuckereinstellung nicht gefährdet
wird. Aber lassen Sie Ausnahmen nicht zur Regel werden!
Weitere Tipps zum Essen auswärts:
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Wenn Sie unbekannte oder exotische Speisen essen, versuchen Sie die
Kohlenhydratbestandteile herauszufinden (Nachfragen!) und die enthaltenen
BE zu überschlagen.
Große Fastfood-Restaurants haben meist Nährwerttabellen
mit Angaben zu BE- bzw. KE-Gehalt ausliegen oder auf Nachfrage parat. Kochbücher
oder Nährwerttabellen geben zuverlässige
Auskunft über die wichtigsten Nährstoffen.
Wenn Sie im Restaurant ausnahmsweise zu sehr fettreichen und kohlenhydrathaltigen
Speisen greifen, wie zum Beispiel mit Käse überbackenen Gerichten (Pizza,
Lasagne, Aufläufe), geschieht Folgendes:
Durch den hohen Fettgehalt werden die Kohlenhydrate
verzögert aufgenommen und der Blutzucker steigt verlangsamt
an. Es muss
deshalb beachtet werden, dass der Blutzucker unter Umständen noch ansteigt,
die kurzwirksamen Insuline aber bereits nicht mehr wirken.
In diesem Fall ist es sinnvoll, die Dosis aufzuteilen: 50% der Dosis spritzen
Sie vor dem Essen, die andere Hälfte etwa eine Stunde
nach dem Essen. Damit berücksichtigen
Sie die verlängerte Verdauungszeit.
Fertiggerichte sind praktisch – keine Frage. Allerdings sind Sie nicht unbedingt ideal für eine gesunde und
diabetikergerechte Ernährung, deshalb sollten Sie die Angaben auf der
Verpackung genau prüfen.
Fertiggerichte, die weder eine Zutatenliste noch
Nährwertangaben aufweisen und deren Zusammensetzung sich nach Augenschein
nicht einschätzen lässt, sind nicht zu empfehlen!
Zur Angabe der Zutaten auf der Verpackung sind die Hersteller verpflichtet. Angegeben werden
sie in absteigender Reihenfolge nach dem Gewichtsanteil. Je
weiter vorne in der Liste also eine Zutat steht, desto mehr ist von ihr enthalten.
Achten Sie auf die Zutatenlisten – Sie werden erstaunt sein, was (und wie
viel davon) manchmal in Speisen enthalten ist!
Ungeeignet sind Fertiggerichte mit viel Fett, fetthaltigen Zutaten (Sahne, Speck, Mayonnaise, panierter
und fertig frittierter Fisch oder Fleisch,…) oder Zuckerzusatz. Oft
enthalten Fertiggerichte auch viel Salz, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe,
vor allem wenn die Zutaten stark verarbeitet wurden (Füllungen, Panaden,
Soßen, Fix-Produkte, Konserven,…).
Bevorzugen Sie, falls möglich,
selbst zubereitete Gerichte. Wenn Sie zu Fertiggerichten greifen, achten
Sie auf wenig verarbeitete Inhaltsstoffe, fettarme
Zubereitung und wenig – am
besten keine – Zusatzstoffe.
Zusätzlich sind bei vielen Fertiggerichten auf der Verpackung Nährwertangaben angegeben, meist pro 100 g oder pro
Portion: Fett-, Kohlenhydrat-, Eiweißgehalt, Kalorien, eventuell auch
BE oder KE.
Aus dem Kohlenhydratgehalt und der Portionsgröße
lassen sich die BE berechnen.
Ein Beispiel: 250 g Fertiggericht (13,6 g Kohlenhydrate
pro 100 g) enthält 34,0 g Kohlenhydrate. 12 g Kohlenhydrate entsprechen
1 BE, 34 g Kohlenhydrate etwa 3 BE (exakt: 2,83 BE)
weiter zu: Unterschiede Ernährung Typ 1/Typ 2
