Grundwissen DiabetesRichtige Ernährung Gewicht im grünen Bereich? Kohlenhydrate & GLYX Fett - gut oder schlecht? Eiweiß - Problem für Nieren? Obst & Gemüse Ballaststoffe Nahrungsergänzungsmittel Zucker-Ersatzstoffe Getränke & Alkohol Restaurant & Fertiggerichte Ernährung bei Typ 1/Typ 2 Ernährung bei Kindern Ernährungs-Tabellen Ernährungs-RechnerBlutzucker messenBehandlungProdukteTippsFachbegriffe erklärtNützliche AdressenRatgeber bestellenDownload-Bereich
Tipp:
 Patientenratgeber können Sie hier bestellen und ein Diabetikertagebuch zum ausdrucken gibt's hier.

Ballaststoffe

Die richtige Ernährung bei Diabetes

Welchen Nutzen haben Ballaststoffe und in welchen Lebensmitteln sind sie enthalten?

Ballaststoffe zählen ebenfalls zur Gruppe der Kohlenhydrate. Sie sind jedoch nicht verdaulich und werden unverändert wieder ausgeschieden. Deswegen liefern sie keine Kalorien und lassen den Blutzucker nicht ansteigen. Weil sie lange Zeit als Ballast in der Ernährung angesehen wurden, haben sie den Namen "Ballaststoffe" erhalten.

Aber Ballaststoffe sind kein unverdaulicher Abfall, sondern besitzen einige nicht nur für Diabetiker günstige Eigenschaften:

  • Sie verlangsamen bei gleichzeitiger Aufnahme den Abbau von Kohlenhydraten und mildern Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten ab.
  • Ballaststoffreiche Ernährung kann häufig auch den Insulinbedarf senken.
  • Ballaststoffreiche Ernährung hat einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte.
  • Ballaststoffe quellen im Darm auf und sorgen durch ihr Volumen für eine geregelte Verdauung.
  • Einige Studien sprechen sogar dafür, dass eine ballaststoffreiche Diät das Risiko für Darmkrebs verringert.

Diabetikern wird empfohlen, mindestens 40 g Ballaststoffe pro Tag zu sich zu nehmen.

Um diese Menge Ballaststoffe aufzunehmen, sollten Sie etwa täglich 5 Portionen ballaststoffreiches Gemüse oder Früchte und 4 Portionen Hülsenfrüchte pro Woche essen.

    Folgende Lebensmittel enthalten beispielsweise viele Ballaststoffe:
  • Naturreis
  • Vollkornprodukte wie z. B. Vollkornnudeln, Vollkornbrot, Vollkornmehl
  • Getreidekleie und -flocken
  • Obst, Gemüse und Salat
  • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen
  • Nüsse, Kerne und Samen

Das sollten Sie bei einer ballaststoffreichen Diät beachten:
Es ist wichtig, genügend Flüssigkeit aufzunehmen, damit die Ballaststoffe im Darm aufquellen können. Durch das Quellen wird das Volumen des Darminhalts erhöht. Das vergrößerte Volumen übt einen Reiz auf die Darmwand aus und aktiviert so die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts, die den Speisebrei weitertransportiert.

Pro Tag sollten Sie mindestens 2 bis 3 Liter trinken
unabhängig davon, ob Sie sich ballaststoffreich ernähren!

Mittlerweile gibt es auch Produkte, in denen aus Pflanzen isolierte Ballaststoffe enthalten sind. Allerdings sollten Sie Ihren Ballaststoff- und auch Nährstoffbedarf aus der Ernährung decken. Nur selten sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich nötig: wenn der Nährstoffbedarf nicht aus der täglichen Nahrungsaufnahme gedeckt werden kann, z. B. bei Einschränkungen durch Unverträglichkeiten oder Allergien oder wenn erhöhter Bedarf besteht.

nach oben

weiter zu: Nahrungsergänzungsmittel

 

Meldung von Nebenwirkungen

Sie sind ...