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Blutzucker messen

Blutzuckermessung bei Diabetes

Ausreichende Therapiekontrolle durch regelmäßiges messen

Unabhängig vom Diabetes Typ muss der Blutzucker regelmäßig gemessen werden. Das Ziel ist die konsequente Einstellung in eher niedrig normale Bereiche.

Daher muss jeder Diabetiker lernen seinen Blutzucker durch die Messung selbst zu kontrollieren und zu dokumentieren. Dies ist unabhängig von der Art der Therapie.

Durch möglichst häufige Kontrolle (abhängig von der Therapie einmal täglich bis einmal nach jeder Mahlzeit) kann die Behandlung durch den Arzt optimal an die aktuelle Situation und die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Wichtig ist hierbei, neben der Mitarbeit durch den Patienten, eine optimale Arzt-Patient-Beziehung.

Die heute verfügbaren Messgeräte sind inzwischen soweit entwickelt, dass sie problemlos überall hin mitgeführt werden können. In näherer Zukunft werden sogar Geräte verfügbar sein, die den Blutzucker "unblutig" messen können. Zur Zeit allerdings ist die unblutige Messung noch nicht möglich. Nach wie vor ist also ein kleiner Stich in die Fingerkuppe notwendig.

HbA1c – warum dieser Wert so wichtig ist

Ab und zu (meist einmal im Quartal) wird Ihr behandelnder Arzt Ihnen Blut abnehmen, um den so genannten HbA1c-Wert zu bestimmen. Der HbA1c- Wert gibt den Anteil des "gezuckerten" roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) am Gesamthämoglobin wieder. Dieses stabile "Zucker-Hämaglobin", in der Fachsprache "glykosiliertes Hämoglobin" bzw. "HbA1c" genannt, entsteht bei jedem Menschen, nicht nur bei Diabetikern. Je höher der Blutzuckerspiegel über einen gewissen Zeitraum, desto höher auch der HbA1c-Wert.

Mit dem HbA1c-Wert kann der Arzt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten Wochen ermitteln, unabhängig davon, ob die Werte in der Zwischenzeit stark angestiegen oder gesunken sind. Deswegen wird der HbA1c-Wert häufig auch als Langzeitblutzuckerwert bezeichnet.

Der Zielwert beim Diabetiker sollte unter 6,5 % liegen.

Mit Sorgfalt Fehler vermeiden

Die Regulierung des Blutzuckers auf Normalwerte erfordert sorgfältige Kontrolle. Leicht können sich Fehler einschleichen: Der Blutzucker wird zu stark gesenkt oder er steigt zu stark an. Doch lassen Sie sich nicht entmutigen. Gerade zu Beginn einer Therapie ist es schwierig die optimale Dosierung oder die optimale Maßnahme zu finden. Das lohnende Ziel heißt: Einstellung auf möglichst niedrige Werte.

Sie sollten daher Ihre Zuckerwerte dokumentieren und ein Diabetiker-Tagebuch führen. Schreiben Sie regelmäßig, je nach Empfehlung des Arztes ihre Zuckerwerte, Ihren Blutdruck, Ihr Gewicht oder Ereignisse egal welcher Art auf. Diese Informationen helfen Ihnen und Ihrem Arzt, im Falle eines Falles, die Gründe für eine Stoffwechselentgleisung aufzuspüren und in Zukunft zu vermeiden. So lernen Sie auch besser mit Ihrer Erkrankung umzugehen und mit dem Arzt jede Situation partnerschaftlich zu besprechen.

 

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